Woodwald Oktober- to the dark side of the woods

Der Volksmund spricht nur allzu gerne vom goldenen Oktober.  Doch dieses Jahr bleibt dieser vor allem düster und grau. Schlägt solches Wetter dem ein oder anderen schnell aufs Gemüt, so ist es doch im Wald mal wieder ganz besonders, wenn sich dichte Nebel senken, Formen verschwimmen und Geräusche nach wenigen Metern in Stille verschwinden.

fast goldener Oktober

Fahles Dämmerlicht bescheint die Szenerie, lässt einzelne Bäume wie stumme Wegweiser aus dem Nebel erscheinen und wieder verschwinden. Welche Richtung sie weisen bleibt ihr Geheimnis und doch folge ich ihren zeigenden Ästen immer weiter in den dunklen Wald.
Wenn die Sicht schwindet und im Nebel nur ein leises Rauschen von der Welt übrig bleibt, dann kommen sie zurück, die uns innewohnenden Ängste. Ureigen und nicht zu kontrollieren, zuerst ein leichtes Unwohlsein, sich langsam steigernd zu Unbehagen und Angst. Rational nicht zu begründen und doch ist dieses Gefühl plötzlich da, als ich im Halbdunkel über das wüste Feld eines ehemaligen Fichtenwaldes laufe. Der Schmerz ist spürbar, den die Stürme hinterließen und ich fühle mich nicht willkommen. Wo ich einst unter freundlichen Bäumen lagerte, ist heute nur noch Totenstille und die Natur will allein sein.

Apokalyptisch

Ich verlasse den Friedhof dieses traurigen Waldes und schon bald kehrt ein vertrautes, immer angenehmer werdendes Gefühl zurück. Auch hier steht die Dunkelheit am Wegesrand Spalier, doch ist das Bedrohliche dem Zauber des Versteckten und des Heimlichen gewichen. Mich würde es nicht wundern wenn mich aus den dunkeln Ästen Kobolde oder Waldschrate beobachten, während ich im letzten Rest der blauen Stunde einen Lagerplatz suche. Kein Mond, keine Sterne, keine Lampe, gar nicht so einfach, denn die blaue geht zur schwarzen Stunde über.

Dunkelwald

Unter drei uralten Buchen sieht es gemütlich aus und eine alte, bemooste und halb verwitterte Bank steht einladend daneben. Wind kommt auf und eine sonore Melodie der Blätter erfüllt die Nacht. Solchem Nachtwind geben die Waldwesen ihr Wünsche mit, trägt er sie doch ungesehen in die fernen Wunschwelten, wo nur der Wind hinweht.
Traumlos scheint die Dunkelheit, doch traumreich ist der Schlaf des willkommenen Wanderers, ehe der nächste Morgen die Dunkle Seite des Waldes für ein paar Stunden wieder verschwinden lässt…

gute Nacht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.